Middlemarch
Zusammen mit Northanger Abbey hatte ich mir auch eine gebrauchte DVD der Mini-Serie Middlemarch (1994) bestellt, die auf dem Buch von George Eliot (Pseudonym von viktorianischer polyam Ikone und Proto-Feministin Mary Ann Evans) basiert.
Es scheint die einzige Verfilmung zu sein, aber wenn man den Plot kennt, wird klar, warum. Es geht um eine Hand voll junger Menschen im fiktiven englischen Städtchen Middlemarch und man könnte fast denken, es würde eine romantische Geschichte nach Jane Austen werden, aber dann sind einfach alle unglücklich mit ihren Love Interests. Es geht darum, was nach der anfänglichen Romanze passiert und George Eliot sagt: Ehe ist anstrengend und scheiße. Es wird dann zwar besser, aber nicht ohne Schulden und Statusverlust.
Man denkt gerade, immerhin die unabhängige und sozial(istisch veranlagte) Protagonistin Dorothea hätte jetzt doch ein gutes Ende bekommen, aber: "Wie es sich für eine Ehefrau gehört, wird sie sich ihr Leben lang für ihren Mann aufopfern, unheimlich viel Gutes für die Welt tun und dann von allen vergessen werden, sodass niemand Blumen auf ihr Grab legen wird." Wtf, George.
Insgesamt finde ich die Verfilmung eher so meh, die Schauspieler*innen holen mich nicht ab. Die Kostüme sind okay. Aber man nimmt ja, was man kriegen kann.
#perioddrama